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relaunch 2011

Der x-hundert-Millionste Blog im World Wide Web.
Warum? Bedarf es einer Rechtfertigung?
Wohl kaum, aber ich versuche es trotzdem.
Als ich vor etlichen Jahren damit anfing, schrieb ich am vielleicht x-millionsten Blog und ich ließ ihn einfach eingehen, einschlafen, einfach so.
Es gab Dinge, die haben das beschleunigt bzw. die einschläfernde Wirkung verstärkt.
Einige wirken davon möglicherweise immer noch, aber nicht mehr so intensiv.
Man hat gelernt den Alltag mit ihnen zu gestalten bzw. um sie herum.
Trotz des Erklimmens, einer neuen Stufe in der Welt der Erwachsenen, scheint es paradoxerweise, als hätte ich wieder mehr Zeit und Muße für das Schreiben.
Sind da noch andere Gründe, die ich aus vielleicht anderen Gründen nicht gelten lassen will?
Weiß ich es nicht, oder will ich nicht wissen?
Jedoch eines weiß ich, ich will wieder schreiben. Schreiben will ich.

Lange Texte schaffe ich im Moment nicht, es reicht einfach nicht. Kaum drei Meter geradeaus kann ich schreiben, die Gedanken verzetteln und verknoten sich nach einem unmessbar kurzen Augenblick, allerdings nicht mehr mit dem einst so spontan-locker-leichtfertig-rasenden Schwung.

Die Gedanken sind behäbiger. Ich kann mich nicht mehr vom Text überraschen lassen. Der Anfang soll zum Ende führen, alles soll genau passen, konstruiert sein. Vor paar ein Jahren, wusste ich nie genau was auf die Überschrift folgte und trotzdem schien das ganze nach getaner Arbeit wohlgeformt und unterhaltsam.
In den Schubladen, (besser) in den digitalen Ordnern, lagern, scharf nachgedacht, eine handvoll bombastischer Ideen, die nur nicht vorankommen wollen.

Ich will arbeiten wie Thomas Mann und müsste es doch eigentlich so handhaben, wie es Hermann Hesse handhabte, aber auch der alte meikel:
Schreiben wenn die Muse dich küsst und sei es des Nachts um halb drei.
Meine Musen, ja, Literaturwissenschaftler sollten sie einst in einem Bändchen verewigen: Anne, Gundel, Ina, Kerstin, Davina, Ulrike und so weiter.
Nur ein Bruchteil von denen dürfte ahnen oder geahnt haben, was sie da angerichtet haben.
Nur wegen denen (keine Doppelung, sondern eine Alliteration) habe ich überhaupt geschrieben, habe ich mich selbstbewusst gestellt und habe vor hunderten Leuten meine Texte von einer Bühne herunter gelesen, auch ganz allein.

Was gabs zurück? Nun sagen wir, zumindest das Gefühl von Ruhm und, nennen wir es ruhig Bewunderung, die Zeit nach solchen Auftritten. Eines der großartigsten Gefühle im Leben. Da will ich wieder hin.
Was ich mir zum Teil auch selbst nahm, weil mir das Talent fehlt, mich anderen Leuten aufzudrängen. Eine fürchterliche Angst, ja nur niemandem auf die Nerven gehen. Ablehnung vermeiden.

Warum denn nun also einen Blog?
Schreiben im Blog, der Übung halber. Wenn einmal veröffentlicht, dann kann man es nicht mehr bis zur Vollendung schleifen und immer wieder verbessern, bis am Ende nichts mehr bleibt. Es bleibt das, was der „Autor“ an einem bestimmtem Punkt in seinem Schaffen zur Veröffentlichung freigegeben hat. Mit allen Konsequenzen. Guten, wie auch Schlechten.

Es war Hans Fallada, der in der ersten Ausgabe seines Buches: „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“, nach dem Verbot in Hitler-Deutschland, 1945, schrieb:
„Wir können unsere Bücher nicht in jeder Lebensphase umschreiben.“
Dürrenmatt saß bis an sein Lebensende und hat an seinen Werken geschrieben und verbessert.

Das will ich nur noch manchmal tun, wenn es denn unbedingt Not tut. Spontanität und übermütige Gedanken müssen wieder her.
Dafür: den/die/ das Blog.

Herzlich willkommen !

Aber vielleicht ist es oder soll auch eine Art Tagebuch sein. Warum schreibe ich dann nicht für mich selbst? Weil es mir da eh geht wie Thomas Mann.

Der schrieb nämlich schon mit dem Gedanken an die Veröffentlichung. Wenn man sowieso die ganze Zeit schreibt und wohlweislich die Worte bedenkt, weil es andere lesen könnten, kann man es gleich öffentlich tun.
Auch in mir träumt noch immer der Gedanke, an die große Schriftstellerexistenz.

meikel

PS: Vielleicht ergeben sich so auch wieder Kontakte, wie schon einmal, als sich plötzlich eines meiner „Wurstgedichte“ in einer „Wurst-Anthologie“ von Andre Kudernatsch wiederfand.

10.11.11 20:44

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


101 (11.11.11 07:27)
Mund abwischen und weiter geht's!

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